Der konzeptionelle Rahmen von IPBES

Das Arbeitsprogramm des IPBES ist in einen konzeptionellen Rahmen eingebunden, der die komplexen Arbeiten der Plattform unterstützt. Der konzeptionelle Rahmen in unten stehender Abbildung veranschaulicht in einem stark vereinfachten Modell sechs wesentliche Elemente des sozio-ökologischen Systems und ihre Interaktionen, die für die Umsetzung der Ziele des zwischenstaatlichen Gremiums zentral sind.

Der konzeptionelle Rahmen bietet damit die Basis für die Entwicklung, Strukturierung und Umsetzung des IPBES-Arbeitsprogramms, einschließlich der Verknüpfung der einzelnen Arbeitselemente sowie der vier übergeordneten IPBES-Aufgabenbereiche Wissensgenerierung, Begutachtung, Politik-Unterstützungsinstrumente sowie Kapazitätsaufbau. Der konzeptionelle Rahmen stellt ein Werkzeug dar, um ein gemeinsames Arbeitsverständnis zwischen verschiedenen Disziplinen, Wissensformen und Akteuren zu ermöglichen. Dabei versucht er, das komplexe Wechselspiel zwischen Mensch und Natur sowie die unterschiedlichen Wertesysteme einschließlich der indigenen und lokalen Wertvorstellungen zu vereinbaren.

Mit dem konzeptionellen Rahmen von IPBES wird eine ganzheitliche Betrachtung angestrebt, die erforderlich ist, um die biologische Vielfalt als Grundlage für das menschliches Wohlergehen und eine nachhaltige Entwicklung zu sichern.



Quelle: Bericht des zweiten Plenums des IPBES (IPBES/2/17/S. 40)
Die im Hauptfeld der Abbildung als schwarze Überschriften genannten Bezeichnungen "Natur", "Nutzen der Natur für den Menschen" und "Gute Lebensqualität" schließen unterschiedliche weltanschauliche Zugänge ein. Grüner Text beschreibt die wissenschaftlichen Konzepte, blauer Text die Konzepte anderer Wissenssysteme. Die durchgezogenen Pfeile im Hauptfeld kennzeichnen die Beeinflussung zwischen einzelnen Elementen, die gestrichelten Pfeile kennzeichnen Verbindungen, die als wichtig anerkannt sind, doch nicht im Hauptfokus von IPBES liegen.