Expertenprofil Dr. Jan Axmacher

Persönliches Zitat:
Biodiversity conservation requires us to effective bridge the natural/social science 'divide' and to strongly engage the general public

Angaben zur Person:

Dr. Jan Christoph Axmacher, Geoökologe

Institutionelle Anbindung:
UCL Department of Geography, University College London, UK

Weitere Hintergrundinformationen zu Person und Institution:
http://www.geog.ucl.ac.uk/people/academic-staff/jan-axmacher

Autor in welcher Expertengruppe / Task Force (vergangen und gegenwärtig); ggf. weitere Funktionen im IPBES-Prozess

  • Lead Author für Kapitel 4 im Assessment für IPBES-Arbeitsprogramm Element 2(b); Regionale/subregionale Assessments zu Biodiversität und Ökosystemleistungen für die Region Asien und Pazifik; laufender Prozess
  • Online Reviewer für IPBES-Arbeitsprogramm Element 3(a); Thematisches Assessment zu Bestäubern, Bestäubung und Nahrungsmittelproduktion; abgeschlossener Prozess
  • Teilnahme an der Scoping e-Conference Deliverable 3(b)(ii); Thematic Assessment on invasive alien species and their control; abgeschlossener Prozess

Fragen:

Was ist Ihre Motivation, sich aktiv am IPBES-Prozess zu beteiligen?
Was mich besonders zur Mitarbeit an IPBES motiviert, ist die Möglichkeit, an einer Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik mitzuwirken und so effektiv zum Schutz unserer Lebensgrundlagen und der globalen Artenvielfalt beizutragen. Darüber hinaus bieten IPBES-Autorentreffen eine exzellente Möglichkeit, Netzwerke mit Kollegen auf- und auszubauen.

Was ist für Sie das Besondere am Weltbiodiversitätsrat IPBES?
Erstens ist für mich die bereits erwähnte Schnittstellenfunktion zwischen Wissenschaft und Politik etwas Besonderes. Darüber hinaus bilden der Ansatz, dass Natur- und Sozialwissenschaftler gemeinsam an den Bewertungen arbeiten,  und die Einbindung indigenen Wissens und entsprechender Stakeholder, für mich herausragende Merkmale des Weltbiodiversitätsrats.

An welchem Schwerpunktthema arbeiten Sie mit, und was wäre ein wertvolles Resultat aus Ihrer Sicht?
Innerhalb des Regional Assessments Asia-Pazifik arbeite ich im Kapitel 4 zu den direkten und indirekten Steuerungsfaktoren im Kontext unterschiedlicher Perspektiven zur Lebensqualität. Ich hoffe, dass wir als Resultat unserer Arbeiten eine detaillierte Analyse des derzeitigen Status, aber auch Prognosen zu langfristigen Trends dieser Steuerungsfaktoren in unserer Region präsentieren werden. Diese Analysen werden hoffentlich nicht nur als Basis für globale und thematische Bewertungen im Rahmen von IPBES bilden, sondern auch eine wesentliche Grundlage zukünftiger politischer Entscheidungsprozesse sein.

Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit "Wissenschafts-Politik-Schnittstellen" gemacht? Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie bei einer Mitarbeit an solchen Schnittstellen?
Ich habe keine vorherigen Erfahrungen mit "Wissenschafts-Politik-Schnittstellen". Die groβe Chance von IPBES sehe ich darin, daβ das globale Wissen zu Biodiversität, Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen, welches derzeit vorhanden ist, effektiv als Grundlage politischer Prozesse und Entscheidungen dienen kann und sich auch langfristig die Kommunikation zwischen der Wissenschaftsgemeinschaft und Politikern verbessert. Groβe Herausforderungen bestehen aus meiner Sicht in der extremen Komplexität und Gröβe der Assessments, in der Zusammenarbeit von Natur- und Sozialwissenschaftlern und von Experten mit sehr unterschiedlichen kulturellen Wertvorstellungen, den teilweise erheblichen finanziellen Kosten einer Mitarbeit und darin, die oben angeführten Chancen auch wirklich zu nutzen.

Was ist Ihr persönlicher Wunsch für die Zukunft von IPBES?
Ich würde mir wünschen, dass sich hier eine effektive Kommunikationsplattform zum Austausch von Wissenschaft und Politik entwickelt.

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